Schladming Winterschool 2010

März 7, 2010 at 7:47 am (Allgemein)

48. Internationale Universitätswochen für Theoretische Physik

In wenigen Worten lässt sich beschreiben, wie harmonisch, interessant und abwechslungsreich sich diese Winterschule mit ihrem wahrlich winterlichen Umfeld den Teilnehmern zeigte. Es ist ein sehr reizvoller Kontrast vormittags und abends über SUSY, Higgs und QCD zu hören und zwischendurch am Nachmittag die FIS-Weltcup-Pisten von Haus, Planai und Reiteralm hinunter zu jagen. Schön, dass das an Vorlesungen und Seminaren reiche Programm auch dazu Zeit ließ. Das Niveau war recht hoch. Und dennoch schafften es die verschiedenen Vorträge interessant und spannend zu bleiben – selbst für mich, der nun als Astrophysiker nicht allzu viel von Quantenfeldtheorie versteht. Ihren Beitrag dazu leisteten zahlreiche internationale Größen der theoretischen Teilchenphysik – unter anderem Gerard ‚t Hooft und Harald Fritzsch, die reich an Erfahrung, Witz und vielen Anekdoten in die Rätsel von „standard model and beyond“ einführten. Ein Höhepunkt war sicherlich die „Panel Discussion“ der wichtigsten Vortragenden. Mir ist dabei einiges klarer geworden. Imponiert hat mir auch das augenscheinliche Sichtbar-werden einer sich allmählich mehr und mehr abzeichnenden Entwicklung der Teilchenphysik hinaus ins All. Zumindest Walter Winter und Zhi-Zhong Xing schienen doch klar andeuten zu wollen, dass nach CERN die Zukunft der Teilchenphysik nur mit einer Synthese mit der Astrophysik, sprich einer Stärkung der Astroteilchenphysik einhergehen könnte.

Schön ist auch die Internationalität der übrigen Teilnehmer. In entspannter Atmosphäre – in Skilift oder Seminarraum – werden Kontakte geknüpft und Fragen erörtert. Kurzum: a happily interacting bunch of physicists – oder wie der Bürgermeister von Schladming sagen würde: „physi-cans“ [sic!].

Besonders gelungen sind auch die verschiedenen „social events“ Die Eröffnungsfeier mit reichlichem Buffet und hervorragender Pianomusik war wirklich sehr schön. Auch die Poster Session, zu der fast ein jeder eine Flasche Wein seiner Heimat mitbrachte, erwies sich als sehr aufschlussreich und erheiternd – auch wenn beim anschließenden Nachtrodeln nicht mehr jeder in der Lage war, seinen Schlitten heil ins Tal zu bringen.

Ein Highlight auch das gut organisierte „Ski-race“, sowie das abschließende Konzert, das über Schubert und Mahler zu Mozart, Donizetti und Strauss führte und mit einer fulminanten Komposition von Mendelssohn-Bartholdy zu Ende ging.

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