01 Ankunft

September 16, 2014 at 10:52 am (Indien&Nepal)

Die Ankunft in Delhi war bunt und aufregend. Als einziger Nicht-Inder im übervollen Bus bin ich vom Flughafen aus durch das Chaos der Straßen gefahren. Händler verkaufen im Sonnenaufgang an den Sraßenrändern Zitronen. Der Mann aus Punjab neben erzählte von seiner Heimat. Ich sah ärmliche Bauten, prunkvolle Fassaden, begrünte Straßen,  das rote Fort. Im dichtesten Tunmult von Alt-Delhi stieg ich dann aus, bahnte mir einen Weg vorbei an Obstverkäufern und aufdringlichen Rikshafahrern. Vor mir erhob sich schon die Jama Masjid – und gleich gegenüber mein Hotel. Hier lieg ich nun und schreibe diese Zeilen.

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Eben hab ich mich ganze zwei Stunden lang am Vorplatz der Jama Masjid mit Satish Solanki (siehe Link) unterhalten.
Unglaublich, was der Mensch für ein Allgemeinwissen hat. Voller Ratschläge, wie man als Reisender hier überleben kann, ist er auch. Aussehen tut der Mann wie Gandhi. War nett.

http://www.merinews.com/article/satish-solanki-the-author-who-dared-to-dream/15772695.shtml

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Delhi ist einer der extremsten Orte, die ich je gesehen habe. Nirgendwo wird man der grassierenden Überbevölkerung so gewahr, wie in den engen Straßen von Alt- Delhi. Dort ist alles so voll Menschen und Rikshas, dass es kaum mehr ein Weiterkommen gibt. Ein Mann aus Uttar Pradesh zeigte mir das Viertel. Ich ließ mich drei Stunden lang durch das Gewirr führen und erfuhr einige interessierte Geschichten. In manch ein verfallenes Gebäude konnte man eindringen. Verfallene Prachtbauten, die bis zu fünfhundert Jahre alt sind, bröckeln vor sich hin. Doch auch die schäbigste Ruine ist noch bewohnt- nicht nur von Menschen. Überall sieht man streunende Hunde, Katzen, Ratten und auch Affen, die fröhlich über Dächer springen und mit alten Glocken der Kolonialzeit schaukeln und spielen. An einer Stelle zwang die schmale Gasse zur Umkehr, da sich ein Haus gerade im Einsturz befand. Ein durchaus häufiges Ereignis – wie man mir sagte. Schön war der Blick ins Abendrot von den Dächern der Fatehpur Masjid. Der Mann aus Uttar Pradesh hatte nicht nur viel Geschichte auf Lager, sondern lehrte mir auch das richtige Feilschverhalten
mit Rikshafahrern. Legendär war auch der schrullige Gewürzhändler am Basar, der nur mit Gesten und Blicken verständlich machte, wie wichtig es sei, immer doppelt nachzuzählen, wenn man einen Tausender in zehn Hunderter wechselt.
Auf der Riksha durchs nächtliche Delhi
fahrend gelangte ich schließlich zurück zum Hotel und gönne mir nun den wunderbaren Komfort eines Glases kalten, sauberen Wassers in einem Zimmer.
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