Japan 1

Juli 3, 2017 at 6:47 am (Aktuelles)

Der Flug von München nach Tokio war herrlich. Ich genoss die Aussicht. Vom Flieger aus sah ich viel von Europa, Sibierien und Japan. Ein erstes Highlight war Wien, das wir genau überflogen. Der Hauptbahnhof wirkte geradezu winzig. Gut zu erkennen waren auch der Zentralfriedhof, Donauinsel und Donau, der grüne Auen ich bis zur Mündung der March an der slowakischen Grenze überblicken konnte. Bald nach Bratislava konnte man auf Polen und Weißrussland hinabblicken. Schließlich auf Russland und den Ural. Obwohl wir abends starteten und morgens landeten, wurde es nie ganz dunkel. Dazu waren wir zu weit im Norden. Der Flügel, den ich von meinem Fenster aus, war den ganzen Flug lang von der Sonne beschienen. Die Nacht kam nie. Nach sechs Stunden Abendrot begann es einfach wieder hell zu werden. Währenddessen blickte ich hinab auf den mäandernden Ob und auf den mächtigen Jenissei. Unglaublich wie dünn besiedelt diese Landstriche sind. Kaum Straßen und Lichter, keine Brücken und Städte. Nur vereinzelte Seen und Schneeflächeln. Viel Flachland, vereinzelte Hügel, wunderbare Wildnis. Die Lena verschlief ich, als ich über dem östlichen Sibirien etwa eine Stunde lang die Augen schloss. Umso wacher war ich beim Überflug des weiten, verästelten Amurs, an dessem östlichen Ufer endlich wieder mehr Zivilisation zu sehen war. Ein Stück nördlich von Wladiwostok erreichten wir nach zehn Stunden Flug über Land endlich die Japanische See. Wir überflogen das zentrale Honshu. Vom Fenter aus konnte ich bald den Fuji sehen und die Bucht von Tokyo, die wir in großem Bogen umkreisten, um hernach sanft in Haneda zu landen.

Gleich am ersten Tag besuchte ich zwei schöne Extreme der Stadt, zuerst den herrlich ruhigen Meiji-jingu, den großen, von hohen, dichten Bäumen umgebenen Shinto-Schrein, wo Kaiser Meiji und seine Gemahlin ihre letzte Ruhestädte haben. Soviel Grün inmitten der Stadt ist wahrlich erfrischend. Die Teiche, die Blüten und Vögel des Refugiums bilden ein beschauliches Ganzes. Die hohen hölzernen Tore und breiten Aleen zwischen die Baumriesen sind wahrlich erfurchtseinflößend. Abends besuchte ich den Stadtteil Shibuya, der mit seinen Unmengen an leuchtenden Farben, seiner bei Grün von tausenden Fußgänger*innen gleichzeitig gefluteten Kreuzung, seinen hohen Türmen, seinen riesigen Bildflächen und abertausend Shops und Restaurants zum Staunen anregt. Ich aß in einer tradiotenellen japansichen Kneipe, drehte meine Runden durch die Fülle des Ortes und genoss die Aussicht hinab auf dies alles von einem der Wolkenkratzer. Schön.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: